MathProf - Platonische Körper (3D)

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Platonische Körper (3D)

 

Das Unterprogramm [Geometrie] - Platonische Körper ermöglicht die Berechnung, sowie die dreidimensionale Darstellung Platonischer Körper.

 

MathProf - Platonische Körper


Ein Polyeder ist ein dreidimensionaler Körper, der durch eine endliche Zahl ebener Flächen (Polygone) begrenzt ist. Diese sind über Kanten und Ecken miteinander verbunden. Je zwei Flächen besitzen eine gemeinsame Kante. Die Schnittpunkte der Kanten von drei, oder mehr Polygonen bilden die Ecken des Polyeders. In ihnen berühren sich stets drei, oder mehr Polyederflächen. Gilt für sämtliche Ecken eines Polyeders, dass die Summe der Flächenwinkel der Flächen, die diese Ecken bilden, kleiner als 360° ist, so bezeichnet man ihn als konvex.

Polyeder werden als regulär bezeichnet, wenn deren Flächen regulär und identisch sind. Hieraus folgt, dass auch alle Kanten und Ecken gleich sind. Eine Fläche wiederum ist regulär, wenn alle ihre Kanten gleich lang und alle Innenwinkel gleich groß sind. Im dreidimensionalen Raum existieren nur exakt fünf regelmäßige Polyeder, die von untereinander kongruenten (deckungsgleichen) Vielecken begrenzt werden. Dies sind:

  • Tetraeder

  • Oktaeder

  • Hexaeder

  • Ikosaeder

  • Dodekaeder

Das Programm ermittelt bei der Ausführung von Berechnungen für den entsprechenden Körper in Abhängigkeit von der eingegebenen Kantenlänge:

  • Volumen
  • Oberfläche
  • Inkugelradius
  • Kantenkugelradius
  • Umkugelradius
  • Anzahl der Ecken
  • Anzahl der Kanten
  • Anzahl der Flächen
  • Kanten pro Fläche
  • Kanten pro Ecke
  • Winkel zwischen zwei Flächen

MathProf - Polyeder - 3D

 

Bei der Kantenkugel handelt es sich um eine Kugel, die alle Kanten des gegebenen Polyeders berührt. Die Inkugel eines Polyeders ist die Kugel, die alle Flächen des gegebenen Polyeders berührt. Die Kugel auf der alle Ecken des gegebenen Polyeders liegen, wird als Umkugel bezeichnet.
 

Berechnung und Darstellung

Gehen Sie folgendermaßen vor, um Berechnungen mit Platonischen Körpern durchzuführen und sich diese darstellen zu lassen:

  1. Selektieren Sie durch die Aktivierung des entsprechenden Kontrollschalters (Tetraeder, Hexaeder, Oktaeder ...) den Körper mit dem Berechnungen durchzuführen sind.
     
  2. Geben Sie den Wert der Kantenlänge des Polyeders in das dafür vorgesehene Feld ein.
     
  3. Nach einer Bedienung der Schaltfläche Berechnen werden die Ergebnisse in der dafür zur Verfügung stehenden Listbox ausgegeben.
     
  4. Wählen Sie mit Hilfe der aufklappbaren Auswahlbox Auswahl die Art, wie Sie Körper dargestellt bekommen möchten. Hierzu stehen die weiter unten aufgeführten Möglichkeiten zur Verfügung.

    Bei Wahl einer Rohr- oder Liniengitterdarstellung kann durch die Aktivierung der daraufhin benutzbaren Kontrollkästchen Tetraeder, Oktaeder, Hexaeder, Ikosaeder oder Dodekaeder bestimmt werden, welche der Körper in Form von Draht- bzw. Rohrgittermodellen (gemeinsam) dargestellt werden sollen.
     
  5. Legen Sie durch die Aktivierung des entsprechenden Kontrollschalters (Ohne Kugel, Inkugel, Kantenkugel, Außenkugel) fest, ob lediglich die Darstellung des Körpers erfolgen soll, oder ob dessen In-, Kanten- bzw. Außenkugel ebenfalls grafisch ausgegeben werden soll.
     
  6. Klicken Sie auf die Schaltfläche Darstellen.

Die Ausgabe der grafischen Darstellung kann auch durch Ausführung eines Doppelklicks auf einen entsprechenden Eintrag in der linksseitig angeordneten Tabelle eingeleitet werden.

 

Darstellung - Optionen

 

Im Formularbereich Darstellung können Sie durch die Aktivierung bzw. Deaktivierung der entsprechenden Kontrollkästchen folgende Einstellungen vornehmen, die bei Ausgabe der grafischen Darstellung der Zusammenhänge wirksam werden:
 

  • Punkte: Darstellung der Eckpunkte des Körpers ein-/ausschalten

  • Punkte als Kugeln: Darstellung der Eckpunkte des Körpers als (kleine) Kugeln ein-/ausschalten

  • Punkte beschriften: Beschriftung der Eckpunkte des Körpers ein-/ausschalten

Durch die Bedienung der aufklappbaren Auswahlbox in diesem Formularbereich werden zudem folgende Optionen zur Verfügung gestellt, das Layout eines dargestellten Körpers zu beeinflussen:
 

  • Gefüllt - Kanten als Rohre einzeln: Darstellung der Körperkanten als Rohre, inkl. der Füllung von Flächen

  • Gefüllt - Kanten als Linien einzeln: Darstellung der Körperkanten als Linien, inkl. der Füllung von Flächen

  • Gefüllt - Ohne Kantenmarkierung einzeln: Darstellung der Körperkanten, ohne Begrenzungsmarkierung und ohne die Füllung von Flächen

  • Rohrgitterdarstellung einzeln: Darstellung eines einzelnen Körpers in Form eines Rohrgittermodells, ohne die Füllung von Flächen

  • Liniengitterdarstellung einzeln: Darstellung eines einzelnen Körpers in Form eines Liniengittermodells, ohne die Füllung von Flächen

  • Rohrgitterdarstellung mehrfach: Gleichzeitige Darstellung eines, oder mehrerer Körper in Form von Rohrgittermodellen, ohne die Füllung von Flächen

  • Liniengitterdarstellung mehrfach: Gleichzeitige Darstellung eines, oder mehrerer Körper in Form von Liniengittermodellen, ohne die Füllung von Flächen

Darstellung - Bedienhinweise

 

MathProf - Tetraeder

 

In diesem Unterprogramm besteht die Möglichkeit, sich Darstellungen auf folgende Art und Weise ausgeben zu lassen:
 

  • Standard: Statische Darstellung von Platonischen Körpern im Raumkoordinatensystem (voreingestellt)

  • Man.: Manuelle Drehung und Verschiebung von Platonischen Körpern im Raumkoordinatensystem, durch die Bedienung von Rollbalken

  • Autosim.: Drehung und Verschiebung von Platonischen Körpern im Raumkoordinatensystem, durch die Ausführung einer Autosimulation

Nach Aktivierung der Kontrollschalter Man. bzw. Autosim. werden Rollbalken mit nachfolgend aufgeführten Bezeichnungen zur Verfügung gestellt, bei deren Bedienung Folgendes durchgeführt wird:
 

  • α: Drehung des Platonischen Körpers, um den eingestellten Winkel, um die x-Achse

  • β: Drehung des Platonischen Körpers, um den eingestellten Winkel, um die y-Achse

  • γ: Drehung des Platonischen Körpers, um den eingestellten Winkel, um die z-Achse

  • x: Verschiebung des Platonischen Körpers, um den eingestellten Wert, entlang der x-Achse

  • y: Verschiebung des Platonischen Körpers, um den eingestellten Wert, entlang der y-Achse

  • z: Verschiebung des Platonischen Körpers, um den eingestellten Wert, entlang der z-Achse

Bzgl. der Funktionalität von Schaltflächen gilt es Folgendes zu berücksichtigen:

 

Schaltfläche Start Sim.:

 

Nach einer Bedienung der Schaltfläche Start Sim. werden die Farben der Polyederflächen vom Programm mit Hilfe eines Zufallsgenerators erzeugt, ansonsten verwendet es die durch Konfiguration voreingestellten Flächenfüllfarben.

 

Schaltfläche Start Rot.:

 

Wurde der Kontrollschalter Autosim. aktiviert, so führt das Programm nach einer Bedienung der Schaltfläche Start Rot. eine Autosimulation durch und bewegt den entsprechenden Polyeder entlang der gewählten Achse(n), bzw. dreht ihn um diese. Alle gewählten Bewegungen werden gleichzeitig und gemeinsam ausgeführt. Für die Auswahl der auszuführenden Bewegungen wird ein Bedienformular zur Verfügung gestellt. Auf diesem wählen Sie, durch die Aktivierung der entsprechenden Kontrollkästchen, die Art der durchzuführenden Simulationen. Mit Hilfe des Rollbalkens Rotationsgeschwindigkeit legen Sie die bei Durchführung der Simulation zu verwendende Rotationsgeschwindigkeit fest. Bedienen Sie hierauf die Schaltfläche Ok, so wird die Simulation ausgeführt. Beenden können Sie diese wieder, wenn Sie die Schaltfläche Stop Rot. bedienen.

 

Rollbalken Bereich:

 

Durch die Positionierung des Rollbalkens im Formularbereich Bereich-Auswahl legen Sie den zur grafischen Ausgabe zu verwendenden Darstellungsbereich fest.

 

Schaltfläche F:

 

Flächenfüllfarben können Sie festlegen, indem Sie die Schaltfläche F bedienen. Aktivieren Sie hierauf den entsprechenden Kontrollschalter zur Auswahl des Vielecks, dem die Farbwerte zugewiesen werden sollen und bewegen Sie die drei zur Verfügung stehenden Schieberegler zur Einstellung der RGB-Werte (Rot, Grün, Blau) bis die entsprechende Füllfarbe im gewünschten Farbton angezeigt wird. Bedienen Sie hierauf die Schaltfläche Ok. Sollen diese Farbeinstellungen sitzungsübergreifend gespeichert werden, so aktivieren Sie zuvor das Kontrollkästchen Speichern. Diese Farbeinstellungen werden nur verwendet, wenn keine Farbsimulation aktiviert wurde.

 

Schaltfläche B:

 

Nach der Ausführung eines Klicks auf die Schaltfläche B kann durch die Aktivierung des Kontrollschalters Solide oder Transparent festgelegt werden, ob die Füllung der Polyederflächen solide oder transparent erfolgen werden soll.

 

Allgemein

 

Grundlegendes zum Umgang mit dem Programm bei der Ausgabe dreidimensionaler grafischer Darstellungen erfahren Sie unter Dreidimensionale Grafiken - Handling. Wie Sie das Layout einer 3D-Darstellung konfigurieren können, erfahren Sie unter 3D-Layoutkonfiguration.

 

Weitere Themenbereiche

 

Archimedische Körper

Spezielle Polyeder

 

Beispiel


Nach einer Aktivierung des Kontrollschalters Tetraeder, der Eingabe des Zahlenwerts 5 in das Feld Kantenlänge, gibt das Programm nach einer Bedienung der Schaltfläche Berechnen folgende Ergebnisse für das Tetraeder mit der Kantenlänge 5 aus:

Kantenlänge: 5

 

Volumen V: 14,731 VE

Oberfläche O: 43,301 FE

 

Inkugelradius ri= 1,021

Kantenkugelradius rk= 2,85

Umkugelradius ru= 3,061

 

Anzahl der Ecken: 4

Anzahl der Kanten: 6

Anzahl der Flächen: 4

 

Kanten pro Fläche: 3

Kanten pro Ecke: 3

 

Winkel zwischen zwei Flächen: γ = 70° 32'
 

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